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Bürokomplex oder Homeoffice? Die Corona-Krise hat den Wandel der Arbeitswelt deutlich voran gepusht

2020-06-09 15:15

 

Die meisten Angestellten in Deutschland mit einem Bürojob arbeiten gerade von zu Hause aus – und die Tendenz steigt, dass viele von ihnen auch nicht an den Firmenstandort zurückgerufen werden. Es zeigt sich, dass viele Arbeitnehmer sich persönlich wünschen, dauerhaft flexibler zu arbeiten, und auch für die Unternehmen zeigen sich viele Vorteile wie in gesteigerter Produktivität oder massiven Kosteneinsparungen.


Millionen Angestellte verlegen den Arbeitsplatz langfristig nach Hause

Laut Aussagen von Walter Sinn (Repräsentant der Unternehmensberatung Bain & Company Germany) gegenüber der Welt am Sonntag, dürften in den nächsten Jahren zwischen drei und fünf Millionen Angestellte in Deutschland ihren Arbeitsplatz permanent nach Hause verlegen. Das heißt, dass rund ein Drittel der Schreibtischplätze in den Unternehmen wegfallen könnte.


Die Erfahrung der vergangenen Monate spricht für flexibles Arbeiten im Homeoffice

Es ist bereits ein Fakt, dass die Nutzung von Homeoffice merklich steigen wird. Bei weitem die meisten Unternehmen und Führungskräfte haben in der aktuellen Situation positive Erfahrungen mit Homeoffice gemacht – dies bestätigt sich auch durch die Aussagen der Co-Create-Mitglieder.

Nach einem holprigen Start bei vielen Firmen und Führungskräften, die am Anfang der Krise noch gar nicht auf flexibles Arbeiten und Homeoffice ausgerichtet waren, hat sich die Umstrukturierung nahezu bei allen als unerwartet vorteilhaft entwickelt. Auch der Wunsch der Angestellten, diese flexiblere Arbeitsweise beizubehalten, erreicht Führungskräfte in fast allen Firmen. Viele Manager beschäftigen sich deshalb momentan mit der Frage, wie und in welchem Ausmaß der Homeoffice-Arbeitsplatz dauerhaft erfolgreich ins Unternehmenskonzept eingebunden werden kann.


Vorteile und Nachteile von Homeoffice als dauerhafte Lösung

Es zeigt sich, dass Homeoffice nicht nur den Angestellten Zeit und Kosten für den Arbeitsweg spart, sondern auch viele Vorteile für die Firma bringt: Die hohen Kosten für Büro-Räumlichkeiten fallen bei permanenten Homeoffice-Arbeitsplätzen weg, eine Steigerung der Produktivität bei flexiblerem Arbeiten im Homeoffice ist in den meisten Firmen bereits nachweislich und die Angestellten scheinen oft zufriedener und arbeiten mehr aus Eigenmotivation.

Homeoffice als dauerhafte Lösung scheint für Firma und Angestellte also so gesehen nur positiv – ist aber für die Führungskräfte oftmals mit Mehrarbeit verbunden, zumindest am Anfang. Kenntnisse über zusätzliche technische Tools sind erforderlich, um die Mitarbeiter auch im virtuellen Raum erfolgreich zu führen. Das Aufrechterhalten des Team-Spirits kann ebenfalls zeitaufwendiger sein, wenn die Mitarbeiter nicht mehr alle am selben Ort sind.

Es ist also nicht wunderlich, dass sich gerade einige Führungskräfte noch mit dem Gedanken anfreunden müssen. Sie hat die plötzliche Umstrukturierung wohl am meisten Zeit und Mühe gekostet. Andererseits gibt es zum Glück bereits zahlreiche nützliche Tools, die man anwenden kann, und viele davon sind ganz einfach zu bedienen. In den Co-Create-Kreisen zirkulieren jedenfalls ganz viele Insider-Tipps und viele Führungskräfte haben sehr gute Erfahrungen mit Remote Leadership und bestimmten Tools dazu.


Was Manager bei Homeoffice-Führung auf Dauer beachten müssen

Das wichtigste ist wohl, die Unternehmenskultur und die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Selbst wenn momentan alles geregelt ist und vorteilhaft zu funktionieren scheint, sollte man sich bewusst sein, dass es auch Gefahren birgt, wenn etwas Neues zur Normalität wird.

Gerade in der Übergangsphase von vorübergehenden zu permanenten Homeoffice-Verhältnissen ist es umso wichtiger, die Motivation der Mitarbeiter zu stärken und auch die Eigenmotivation zu loben. Das Vertrauen zu den Mitarbeitern muss gegeben sein, gleichzeitig sollten aber Abweichungen erkannt werden und individuelle Gespräche mit den Mitarbeitern geführt werden, um deren Belange wahrzunehmen.

Ob Ihr Unternehmen die langfristige Umstrukturierung schon einleitet oder nicht – eines ist jedenfalls klar: Nach den vergangenen Monaten kann niemand mehr behaupten, ein Umdenken sei nicht nötig. Die Corona-Krise hat den Wandel der Arbeitswelt schneller voran gepusht als erwartet. Die Erfahrungen der plötzlichen Umstrukturierung zeigen deutlich, dass Digitalisierung nicht nur nötig ist, sondern auch zahlreiche Vorteile bringt im Zusammenhang mit flexiblerem und produktivem Arbeiten, Homeoffice und Kosteneinsparung von Büroräumlichkeiten.


Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung: cher@co-create.de | 040 609468-928

 

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