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Flughafen Berlin Brandenburg

2015-09-14 15:19

Der BER als Lehrbeispiel

Großes Gedränge. Ein Shuttlebus nach dem anderen startet zur Rundfahrt über die Start- und Landebahn. Jeder will ihn einmal aus der Nähe sehen und durch die neue Abfertigungshalle an den Check in-Schaltern vorbei schlendern. Der BER (Flughafen Berlin- Brandenburg), eine der bekanntesten Großbaustellen Deutschlands, erfreut sich eines riesigen Interesses. Immerhin das ist schon vorhanden.

240 Besucher von nah und fern sind der Einladung von Co-Create gefolgt. Als zusätzliches Schmankerl wollen sie nach der Besichtigung von Hartmut Mehdorn, dem Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, persönlich erfahren, wie es mit dem als Skandalbau gebrandmarkten Projekt weiter und wann der Airport endlich ans Netz geht. Und der 72-jährige immer noch zupackend agierende Topmanager ließ sich von Co-Create zu einem unverblümten Einblick in die Probleme und einer heißen Debatte über die Dilemmata rund um die Baustelle gewinnen.

Rundum interessante und gehaltvolle Veranstaltungen für Führungskräfte zu inszenieren ist die Spezialität von Co-Create. Die Geschäftsführung Jan Haulund, Carsten Sander und Hans-Georg Joachim, ehemaligerVorsitzender der Geschäftsleitung Bosch Rexroth Deutschland, des sich einem professionellen Networking widmenden Dienstleisters, hatten am 23. Oktober zum diesjährigen VIP-Zirkel unter dem Titel „Management durch Kommunikation“ eingeladen. Basierend auf der Philosophie, interessierte Manager an inspirierenden Orten zum professionellen Wissensaustausch zusammen zu bringen, will Co-Create seinem Namen durch einen vertraulichen Erfahrungs- und Know how-Transfer mit anderen Managern mittlerer und großer Unternehmen alle Ehre machen. Im BER ist dies wieder einmal hervorragend gelungen.

Eindrucksvoll und zugleich auch mit humoristischer Brillanz schilderte ein gut aufgelegter und kämpferisch wirkender Mehdorn die Konsequenzen der Fehlentscheidung, anstelle eines Generalunternehmers mit einschlägiger Erfahrung und fachlicher Kompetenz ohne ordnende Hand möglichst viele auch regionalmittelständische Unternehmen an dem Bauprojekt zu beteiligen. Dabei sei nicht nur mit unterschiedlicher Soft- und nicht koordinierungsfähiger Hardware, sondern auch ohne eine abgestimmte Planung stückwerkartig vorgegangen und auf diese Weise ein grandioses Desaster herbeigeführt worden. Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht.

Diese Erkenntnis beherzigt auch Co-Create. Mit hoher Professionalität werden in einem deutschlandweiten Netzwerk Führungszirkel, die sich branchenübergreifend jeweils aus bis zu 25 Repräsentanten zusammensetzen, Vorstände, Geschäftsführer sowie Vertriebs-, Marketing-, Personal-, IT- und Finanzleiter im Rahmen eines nachhaltigen persönlichen und gemeinschaftlichen Netzwerk gemanagt. Die Vorteile: In jeder Gruppe sind 350 bis 400 Jahre Berufserfahrung und Wissen versammelt. Das hilft, Fehler zu vermeiden und damit auch Zeit zu sparen und Inspirationen für morgen und übermorgen zu generieren.

Vertraulichkeit als Grundlage garantiert einen ehrlichen Meinungsaustausch; keine Frage, die sich aus der täglichen operativen und strategischen Arbeit der Teilnehmer ergibt, bleibt unbeantwortet. Innovationen und neue Theorien werden in Bezug auf ihre praktische Realisierbarkeit durchleuchtet. Unter- und füreinander wirken die Gruppenmitglieder als Sparringspartner und regen einander zu intensiver Reflexion an. Oft sind die Früchte von Provokation und Diskussion ganz neue Lösungen und praxistaugliche Innovationen.

Mittlerweile ist der Themenspeicher von Co-Create auf mehr als 300 Themen angewachsen. Immer neue kommen hinzu. Ein Reservoir, das kein Verband, keine Unternehmensberatung und auch kein Trainingsseminar ad hoc zur Verfügung stellen kann. Zum USP von Co-Create gehört auch, dass die jährlichen sechs Meetings einer jeden Gruppe mit einem exakt befolgten Zeitplan von einem externen Moderator gestaltet werden. „Diese Disziplin hilft, rasch auf den Punkt zu kommen und Zeit zu sparen“, betont Joachim. Je nach Fachthema investieren die Gruppenmitglieder einen halben bis einen Tag in die Zusammenkünfte, um mit Impulsreferaten von ausgewiesenen Experten unmittelbar in eine intensive Diskussion einsteigen zu können. Kein Wunder, dass bei dieser Stringenz die umfangreiche Liste der Unternehmen, die Führungskräfte zu den Co-Create-Zirkeln entsenden, von A wie Air Berlin, B wie BASF, C wie Cinemaxx, D wie Deutsches Rote Kreuz bis Michelin, Panasonic, den TÜV, Uni Credit, Varta und ZF reicht.

Soviel Managementgeschick und intelligente Koordination wäre auch dem BER gut bekommen und hätte bewirkt, dass viele gravierende Fehler hätten vermieden werden können. Um diese Erkenntnis zu vertiefen, rundete der Autor und Dozent der Nord Akademie der Hochschule der Wirtschaft, Professor Thomas Gey, mit seinem Impulsreferat zu „Führung – Gestern und Morgen“ einen gelungenen Abend mit zufriedenen Gästen und einem zu Recht stolzen Gastgeber ab.

Wenn Sie noch kein Mitglied im Co-Create Führungskräfte Netzwerk sind und weitere Informationen wünschen, melden Sie sich bitte unter 040 609465950 oder www.co-create.de 

Über den Autor: Richard Schütze ist Publizist und Geschäftsführer der Berliner Politik- und Kommunikationsagentur ”Richard Schütze Consult”. Seit mehr als 30 Jahren nehmen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft die Expertise des Volljuristen in Anspruch.

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